Downsizing statt Upgrade – So sparen die Hersteller Benzin

Ich kann mich noch gut an den Hubraumstärksten Wagen erinnern, den ich je gefahren bin – Darin werkelte ein 4.0 Liter V8 von BMW mit zu der Zeit 286 brachialen PS. Zwar hatte das Teil keinen rotzigen V8-Sound wie man das vielleicht erwartet  – À la Big oder Small Block aus den USA. Trotzdem hatte der dezent röhrende V-Motor eine solche Ausstrahlung auf mein junges Ich, dass ich wusste: Ich werde einmal einen extrem dicken Motor zwischen Cockpit und Scheinwerfern brauchen ;)

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen und die Einstellungen und Ansichten vieler Leute haben sich geändert, meine auch ein wenig. So ist mir heute auch klar, dass Leistung und Hubraum auch bezahlt werden wollen – Meist in Form einer exorbitanten Spritrechnung. Und ist es nicht spritziger, aus 1.6 Litern mittlerweile mehr als 200PS holen zu können und das Ganze in einen Kleinwagen zu packen? Ist es nicht auch eine Herausforderung, statt einfach einen fetten Säufer ins Chassis zu pflanzen? Klar. Den Mythos der großen Motoren konnte mir diese Erkenntnis nicht nehmen, ich verstehe aber der Umwelt zu Liebe sehr wohl, dass man (wir) etwas ändern sollten. Unter Anderem die CO2-Emissionen und den Brennstoffverbrauch (hoffentlich tut das die Industrie derweil genauso). Wie man das bei Autos erreichen kann? Hier ein kleiner Überblick:

Downsizing

Ich habe es schon angeschnitten – Mittlerweile übertreffen aufgeladene Motoren mit kleinen Einzelhubräumen ihre Hubraumstärkeren Pendants in Sachen Leistung und Drehmoment um Längen. Dass ein aufgeladener 2.2 Liter Vierzylinder mit 204 PS und 500Nm mal einen Mittelklasse-Mercedes antreibt, hätte ich auch nicht gedacht. Dieser Motor verbraucht etwa 2 Liter weniger als sein 6-Zylinder-Vorgänger, der sich 3 Liter Bauraum genehmigte und gleichsam 14 PS und 60 Nm weniger leistet! Wieso man das nicht gleich erkannt hat? Aus Prestige- und Kostengründen, thats all. Und vielleicht, weil es eine Zeit lang egal war…

Gewicht

Wenn gute Tuner das letzte PS aus einem Motor quetschen, schauen sie gleichsam auf das Gewicht des Fahrzeugs bzw. des Fahrers ;) Nirgends ist Tuning billiger, umgekehrt kann man hier prima Sprit einsparen. Das nutzen mittlerweile auch die Hersteller…

Peripherieteile

Klar, der Wirkungsgrad eines Antriebes und dessen Verbrauch wird eher im Brennraum definiert als anderswo. Allerdings darf man Verlustbehaftete Bauteile nicht vergessen und kann hier eine Menge Sprit sparen: Rollwiderstandsoptimierte Reifen, Verlustmindernde Getriebe, Start-Stopp-Automatiken, Verbesserung des cW-Wertes durch Karosserieoptimierungen und intelligente Einspritzanlagen mit variablen Ventiltrieben.

Wenn die 2.Klasse plötzlich die Schnellere ist, gewöhnt man sich das Upgrade ganz schnell ab :)
Für mehr Effizienz,
Euer K

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