eCall für sicherere Straßen in Europa
Der Fahrplan der EU sah das Jahr 2010 vor. Ab 2010 sollten alle ausgelieferten Neuwagen in Europa das sogenannte eCall-System vorweisen. ECall bedeutet, dass das Auto ein GPS-, GSM-Modul, Steuergerät, Mikrofon und einen Crashsensor (plus Peripheriegeräte und Notstromversorgung) besitzt. Die Crashsensoren sollen einen Unfall bemerken, das Ausmaß abschätzen und die Informationen an das Steuergerät weitergeben. Dieses schickt über das GSM-Modul einen Notruf zusammen mit den GPS Daten an die einheitliche Notrufzentrale der europäischen 112, wo widerrum Einsatzkräfte zur genauen Position des Wagens geschickt werden und versucht wird, Kontakt mit den Insassen aufzunehmen. Auch eine manuelle Kontaktaufnahme der Insassen mit den Einsatzkräften soll möglich werden.
Skeptiker führen an, dass aus dem Autofahrer ganz leicht ein Gläserner werden könne, womit sie eventuell gar nicht so unrecht haben. Auch die Mehrkosten müssten getragen werden – von wem bei einem Ausrüstungszwang? Vom Hersteller, Kunden oder dem Staat? Dennoch sind die Vorteile klar, und falls Datenmissbrauch vorgebeugt werden kann und wird, wäre eCall eine wirksame und Sicherheitsstiftende Angelegenheit. Das verstehen besonders alle, die sich schon einmal in einer brenzligen Situation wiedergefunden haben – Es ist schwierig, einen klaren Kopf zu bewahren und schnell zu reagieren. Und was wäre, wenn man kein Handy dabei hätte?
Der Fahrplan der EU ist scheinbar im Sand verlaufen. Seit 2005 plant man, 2010 wird offensichtlich nicht funktionieren. Gab es Probleme? Politischen Widerstand? Jedenfalls ist schon ein neues Ziel gesetzt: Das Jahr 2012. Ich bin gespannt.
Für mehr Daten- und Fahrsicherheit,
Euer K
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Oktober 30th, 2010 at 19:51
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