Hilfen für das Fahren im Schnee
Juhu, bald ist es wieder soweit! Wie jedes Jahr geht es mit einigen Freunden in die Schweiz (ob man da gerade willkommen ist?) zum Snowboarden. Schnee, Skihütte, alpines Vergnügen mit der dazugehörigen Aussicht – Alles super. Bis auf eins. Die Anfahrt. Da muss man nämlich 3 km Serpentinen erklimmen bis man am Chalet ist, woran wir letztes Jahr kläglich scheiterten! Unter den Spottrufen von zwei kleinen Jungen versuchten wir Schneeketten an den betagten 3er Kombi zu legen – leider wurden inzwischen größere Felgen aufgezogen und nichts passte. Nach 1h gaben wir auf und montierten die Ketten an unserem Mini, der dann tapfer den Berg erklomm. Den bajuwarischen Transporter mussten wir aber stehen lassen..
Nichts desto trotz fahren wir diesmal mit neuem Mut und vielen Plänen los. Wir haben nämlich neue Schneeketten gekauft, nachdem wir uns ein bisschen schlau gemacht haben welche Teile in den Müll gehören (unsere alten) und welche man getrost kaufen kann. Einen Test siehe hier.
Es gibt aber noch andere Helferlein für mehr Traktion, besonders wenn man ein Problem damit gar nicht geplant hat. Besonders wer gerade versucht aus Parklücken in den nicht geräumten Gebieten von Berlin zu kommen, wird oft daran denken…
Winterreifen
Eigentlich nicht erwähnenswert, wird aber doch immer wieder unterschätzt – M/S-Reifen sind kein Winterreifenersatz! Auch wenn man keine langen Strecken fährt. Das ist meiner Meinung nach dieselbe Logik, wie das nicht-Anschnallen bei Kurzstrecken.
Schneeketten
Schneeketten maximieren den mechanischen Grip und bringen das Auto überall hoch. Sie werden nur an die Räder der Antriebsachse angebracht, in schweren Fällen an alle Räder. In manchen Gegenden besteht Schneekettenpflicht! Auf öffentlicher Straße soll man sie so schnell wie möglich demontieren, da sie die Straßenoberfläche malträtieren. Geschwindigkeiten bis zu 60-80km/h sind je nach Hersteller aber drin.
Fußmatte
Die alte, aber auch hilfreiche Methode um wenigstens vom Fleck zu kommen (z.B. in einer vereisten Parklücke). Man lege eine oder besser zwei Fußmatten (am besten keine aus handgegerbten Rochenleder) vor bzw. hinter die Räder der Antriebsachse und fahre im zweiten Gang bzw. Rückwärtsgang sanft(!) los. Eine Person die die Matten schnell nachlegen kann ist von Vorteil.
Ansonsten hilft nur vorsichtiges, vorausschauendes Fahren und beim Anfahren viel Geduld. Man muss aber auch einsehen, wenn man verloren hat, bevor man aus Versehen noch z.B. gegen ein anderes Auto rutscht. Dann das Auto stehen lassen oder Ketten kaufen/montieren… Es gibt seit ein paar Jahren auch ein Spray das den Grip auf kurze Dauer erheblich verbessern soll. Man sprüht es auf die Reifen, wartet 4 Minuten uns soll besser wegkommen. Ich habe nun schon verschiedenste Meinungen gehört, weswegen ich eine Dose für den Urlaub kaufe und das Zeug mal selbst testen werde (die dazu vorhandenen Tests im Internet sind größtenteils ein Witz). Bis dahin – no comment ;)
Got a snowboard under my feet,
Euer K
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Tags: Eis, Fußmatte, Reise, Schnee, Schneekette, Schneeketten, Sicherheit, Snow Grip, Snowboard, Traktion, Urlaub, Winter, Winterreifen, Wintersport
Juni 13th, 2010 at 15:26
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Juni 19th, 2010 at 17:31
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