Innenraumpflege beim Auto

Es hat die Jahreszeit angefangen, in der es langsam egal wird, ob das Auto nun dreckig, fleckig, gestreift oder sonst wie aussieht, da durch gelegentliche Wetterkapriolen sowieso jeder Versuch, das Auto sauber und gepflegt aussehen zu lassen, scheitert.
Umso wichtiger wird der Innenraum, vor allem für meinen Vater, wenn er mir sein Auto für 1 Woche geliehen hat. Übrigens: Der Z4 ist der Hammer ;-) Aber darüber möchte ich eigentlich gerade nicht schreiben, sondern über meine Anstrengungen, den fast neuwertigen Wagen auch innen wieder so aussehen zu lassen. Die Dichtungen etc habe ich schon eingefettet, deswegen kannte ich den „Zustand“ des Innenraumes, was ruhig negativ ausgelegt werden darf ;)
Dreckige Matten (Schlamm + Velours = schlecht), verstaubte Scheiben, Flecken auf dem Plastik und Leder, Minikratzer in den Kunststoffblenden,…

Vorgehen bei der Innenraumpflege des Autos

Vorab: Man kann auch die Innenraumpflege einem spezialisierten Betrieb überlassen, die es mittlerweile in fast jeder Stadt gibt. Für 40-100€ wird das Auto innen wieder topp aufbereitet, dafür muss man das Auto aber auch einige Stunden stehen lassen und eben den Preis zahlen.

Wenn man lieber selbst Hand beim Auto anlegt, auf längere Sicht Geld sparen will oder eine schöne Aufgabe für seine Kinder (grmpf) sucht: Der erste Schritt ist die Anschaffung der benötigten Materialien, von denen man sicherlich schon einige im Haushalt finden kann. Dazu zählen Staubsauger, Glasreiniger, normales Spülmittel, Küchenrolle, weiche Lappen, Zeitung, Textilreinigungsmittel (Handwaschpaste o.ä.), Kunststoffpolitur und eine Bürste. Für die meisten Verunreinigung reicht dieses Sortiment, schon kann es losgehen! Einplanen sollte man je nach Verschmutzungsgrad eine bis 3 Stunden Arbeit.

Als allererstes die Fußmatten entfernen, das gesamte Auto leer räumen (eine gute Gelegenheit, den ganzen trash los zu werden!) und gründlich aussaugen (Aufsätze besorgen, für schmale Öffnungen, z.B. zwischen den Sitzen) und Ablagen, Cockpit etc grob abstauben.
Nun ist das Gröbste entfernt, und die feinen Probleme werden sichtbar. Hier die üblichen Spuren des Alltags, zumindest die, die ich im Z4 gefunden habe und beheben musste ;)

Pflege der Sitzbezüge und Fußraum im Auto

Wieso eigentlich das Spülmittel? Nun, damit, ein wenig(!) Wasser und einem weichen Lappen habe ich die Ledersitzbezüge von ihren Flecken und Verfärbungen befreit :) Das geht sehr gut, weswegen ich keine besondere Empfehlung für teure Lederpflegemittel aussprechen möchte. Spüli tut`s beim Auto meistens auch! Achtung: Keine Lederseife bei Autositzen benutzen, außer es handelt sich um unbehandeltes Leder (was fast nie der Fall ist). Für Stoffsitzbezüge gilt dasselbe wie für die Fußmatten.
Fußmatten: Hier sind meistens die derbsten Verschmutzungen zu bestaunen, immerhin werden die Fußmatten täglich mit Füßen getreten und Straßendreck beschmiert ;) Wie man ihnen helfen kann? Zuerst gründlich absaugen. Dann mit der Bürste die gröbsten Brocken eliminieren. Wenn jetzt noch Flecken, Essenspuren, die letzte Cola etc in den Matten (oder unter den Matten im Fußraum) verweilt, hilft nur noch der Griff zur Handwaschpaste. Hier die Gebrauchsanweisung beachten, meistens aber Handwaschpaste auftragen, ein wenig Wasser dazu, dann schrubben (Bürste oder Tuch), dasselbe mit einem wassergetränkten Lappen wiederholen, bis die Flecken weg sind.  

Pflege der Kunststoffe im Innenraum

Da wir die Kunststoffblenden, -Ablagen und das Cockpit des Autos schon löblich abgestaubt haben, sehen wir nun die oft unschöne Seite des schwarzen (oder mittlerweile auch farblichen) Goldes :) Größere Kratzer überlassen wir übermütig dem Fachmann, kleinere Kratzer kann man mit Kunststoffpolitur (aus dem Autoladen, Discounter oder Baumarkt) behandeln. Und weil es soviel Spaß macht, polieren wir gleich alle Kunststoffteile im Auto mit! Danach glänzen Blenden, Armaturen und das Cockpit meistens wieder wie neu. Und: Die meisten Mini-Kratzer sind danach verschwunden.   

Pflege der Autoscheiben

Nachdem die Fußmatten, der Fußraum, die Kunststoffteile und die Sitze mit größter Sorgfalt behandelt wurden, kommen die Scheiben als letzte an die Reihe. Ich denke, jeder weiß, wie das geht – Außen und innen sprühen, mit einem weichen Tuch abreiben und bei Bedarf mit einer Zeitung „nachpolieren“. Komisch, ich habe festgestellt, dass ich das beim Auto viel lieber als in der Wohnung tue, typisch Mann?!
Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, was man sich selbst oder den gequälten Kindern nach diesem Reinigungsexzess gönnt. Eine Spritztour? Ein Eis (mögen Kinder auch im Winter), eine Taschengelderhöhung? Naja, oder man denkt an den Werterhalt durch die regelmäßige Pflege, jedem das seine.

 
Innen gut, alles gut,
Euer K

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One Response to “Innenraumpflege beim Auto”

  1. Cabrio: Klappdach Pflege auch bei neuen Autos | Auto Tipps Says:

    [...] – Innenraumpflege beim Auto [...]

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