MiniMax – Mini-Modelle im Überblick

Wieso gerade der Mini von Beginn an (1959) ein Kultauto wurde, ist eine leicht beantwortbare Frage. Einfache Technik, knuffiges Design, kleine Abmaße und ein relativ günstiger Einstiegspreis (60er Jahre: ~5.500 DM) ließen den Ur-Mini bis ins Jahr 2000 fast unverändert vom Band laufen und eine große Fangemeinde bedienen. Auch geschicktes Marketing, viele Erfolge im Rennsport und die Präsenz im Alltag avancierten den Mini zum Kultauto. Dabei erwachte der Mini einst nur durch eine Zeichnung auf einer Tischdecke…
Und heute das. Seit 2001 laufen die Bänder wieder, diesmal unter der Fahne der Bayerischen Motorenwerke, diesmal ein neues Design und noch mehr Marketing. Es scheint zu funktionieren – Wie mein Vater anno 1975 kaufte auch mein Bruder einen Mini. Damals war es ein aus England nach Indonesien importierter Mini Cooper S mit stolzen 70 PS, heute ein limitierter Mini Cooper S JWC GP mit 218 PS.
Lange Namen haben Tradition bei Mini und machen das Unterscheiden schwierig für den Außenstehenden. Deswegen hier ein Überblick der Modelle ab 2001, die in 2 Generationen (2001-2006, 2006-heute) unterteilt werden:

Mini One

Der One gilt als Einstiegsmodell für die Mini-Welt und ist das wohl meistverkaufte Modell. Mit 90 PS (ab 2001) beziehungsweise 95 PS (ab 2007) immer noch ausreichend motorisiert, überzeugt der One mit ausgezeichneten Plätzen bei der ADAC Pannenstatistik und einem ausgeklügelten Innenraumkonzept. Die Variante „Mini One D“ wird von einem dem Toyota Yaris entnommenen, nominell 88 PS starken Dieselmotor angetrieben. Empfehlenswert: Der Mini One ab 2006, hier wird ein neuerer BMW-Motor verwendet statt dem Pendant aus dem Hause Chrysler.

Mini Cooper

Der Mini Cooper kommt dem Mythos des straßenzugelassenen Gokarts schon sehr nahe. Mit 115 respektive 120 PS (ab 2006) auf minimal 1.065 Kg (je nach Ausstattung etc) und sportlicher Abstimmung ein tolles Auto für die Landstraße, aber auch in der City mit dem Mini-typischen Design, den geringen Abmaßen und den spritzigen Fahrleistungen (ich bin ein 03er Baujahr Probe gefahren) unschlagbar. Vom Mini One unterscheidet sich der Cooper äußerlich durch den verchromten Kühlergrill, und dem farblich etwaig von der Wagenfarbe abweichenden Dach (je nach Kundenwunsch).

Mini Cooper S

Lange Zeit war der S das Topmodell der Mini-Flotte. Abgesehen von ein paar Sondermodellen ist er es auch immer noch, mit 163 beziehungsweise 175 PS verspricht er schon auf dem Papier sehr sportliche Fahrleistungen. Mit dem serienmäßigen Sportfahrwerk und dem zwar fordernden (besonders erste Generation), aber ziemlich kraftvollem Motor einfach ein absolutes Spaßauto, das seinesgleichen sucht. Trotz der sportlichen Abstimmung ist der S vollkommen alltagstauglich – das kann ich persönlich bestätigen ;)
Der Kaufinteressent sollte sich die 2. Generation des Mini Cooper S anschauen, hier wird ein neu entwickelter Turbolader verwendet, der im Vergleich zur Kompressorlösung von 2001 einige Vorteile besitzt. Äußerlich ist die S-Variante sofort an der Lufthutze in der Motorhaube erkennbar.

Mini Cabrio

Ab 2004 waren alle genannten Modellvarianten auch als Cabrio verfügbar, was den Verkauf und die Beliebtheit nochmals deutlich ankurbelte.

Tuning: JWC

Den Mini Cooper S JWC (John Cooper Works) gab es ab 2005 ab Werk mit 210 PS. Realisiert wurde die Leistungssteigerung durch Modifikationen am Kompressor, Luftfilter und Abgasanlage. Ebenfalls überarbeitet wurden Bremsanlage und Sperrdifferenzial. Vor 2005 gab es das JWC-Kit nur einzeln nachrüstbar.

Limitiert: Mini Cooper S JWC GP

Auf 2000 Stück weltweit limitiert ist der JWC GP. Mit 218 PS(aus nur 1.6l Hubraum wohlgemerkt!) der nominell stärkste (neben einer AC Schnitzer-Variante) Mini ab Werk. Eine radikale Gewichtskur (keine Rücksitze, Verzicht auf Klimaanlage etc), ein neues Fahrwerk, ein anderes Design und die Limitierung machen diesen Mini zu einem ganz besonderen Auto, das vollkommen rennstreckentauglich ausgeliefert wird.

Mini Clubman

Im September kam der erste Mini, der die Fangemeinde erstmal wirklich spalten konnte. Das eine Lager liebt die neue Raumfreiheit, die anderen können sich mich dem Design des Clubman einfach nicht anfreunden. Ich gehöre zum zweiten Lager, dennoch ist der Clubman eigentlich ein sehr praktisches Auto. Nur 24cm länger als der Ursprungsmini, bietet der Clubman auch durch den geänderten Einstieg und die geteilten Kofferraumtüren einen spürbaren Mehrwert im Alltag (maximales Ladevolumen: 930l statt 680l). Besonders zu empfehlen als Mini Clubman S in bewährter 175-PS-Montur oder Mini Clubman JWC mit 211 PS!

 

Die Mini-Saga geht also glücklicherweise nicht zu Ende, ein wirklich traditionsreiches Auto ist der Mini allemal. Eine Kehrseite hat die Weiterentwicklung des einstigen Einsteigerautos zum Kultobjekt aber schon – von den damals 5.500 DM ist man heute mit mindestens 16.000€ (Mini One, Basisausstattung) meilenweit entfernt. Wenn das mein Vater wüsste ;)

Minimax,
euer K

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