Sportliche Kleinwagen

Eigentlich mochte ich Kleinwagen nie so richtig. Sie sind klein, sehen blöd aus und haben keine Leistung. Den einzigen Vorteil den sie bringen ist, dass man sie – eine gewisse Bodenständigkeit vorausgesetzt – als Zweitwagen anschaffen kann und dem Klischee folgend selbst ein cooles Auto fährt während Birgitt mit dem Peugeot 106 die Kinder abholt und – man ist der praktisch in der Stadt – einkaufen geht. Oder so?!

So dachte ich, bis ich selbst in das Alter kam in dem man langsam Auto fahren darf und sich natürlich schnellstmöglich einen geeigneten Untersatz besorgen will. Es gibt Jugendliche, die sind vernünftig oder haben solche Eltern und fahren dann einen kleinen Ford Ka, einen gebrauchten Corsa oder dergleichen. Und dann gibt es noch diejenigen, die noch nicht ganz aus der Pubertät raus sind und natürlich gleich irgendeine krasse Kiste fahren wollen. Ich sage jetzt mal nicht zu welcher Gruppe ich gehörte, jedenfalls merkt man mit 18 oder 19 schnell, dass “hab da mal 1000€ gespart” und “suche krasse Kiste” nicht zusammen passen. Zumindest nicht auf Dauer, siehe mein Nissan ;)

Ein Nissan 370Z, ein BMW M3 E46 oder ein Subaru Impreza WRX wären solche Autos gewesen, die ich gerne als erstes gefahren wäre. Warum? Keine Ahnung, fahren kann man mit 18 eh noch nicht. Vielleicht liegt es dann doch wieder an der Pubertät. Zu dieser Zeit passierte jedoch auch etwas anderes – Die Hersteller begannen, ihren Kleinwagen Coolness und Leben unter der Haube einzuhauchen. Der Peugeot 206 RC, der Clio RS und natürlich der Golf GTI waren erste Vorboten, heute sind Mini Cooper S, Works, Works GP mit bis zu 220 PS für einen Kleinwagen nicht mal mehr selten. Auch Massenhersteller haben das Potential erkannt, so schickt VW den Polo mit bis zu 180 PS ins Rennen, der Renault Twingo RS geht mit 133 noch relativ gesittet an den Start. Mehr hat der Opel Corsa OPC mit 192 PS oder der Fiat Grande Punto Abarth mit 180PS zu bieten und selbst der Fiat 500 blieb nicht verschont – hier wirken die 160 PS besonders übertrieben – cool.

Was ist daran besonders? Naja, bei Kleinwagen sind starke Motorisierungen einfach nochmal spaßiger als bei großen Limousinen. Klar, das Leistungsgewicht, aber auch schon die Vorstellung dass kleine Autos auch behäbig sein müssen werden stark umgekrempelt. Meine erste Fahrt in einem Mini Cooper S im Jahre 2005 war schon ein Erlebnis, das mich prägte ;) Seitdem finde ich also kleine Autos zu kleinen Preisen mit großem Spaßfaktor auch ganz in Ordnung (der Fiat 500 Abarth fängt mit Sportfahrwerk und 160 PS Motor bei 20.000€ Listenpreis an, den Twingo RS gibt es ab 14.800€).

Wenn es da nicht noch den Nissan GT-R geben würde…

Für mehr Motor,
Euer K

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2 Responses to “Sportliche Kleinwagen”

  1. Google fährt bald im Auto mit | Auto Tipps Says:

    [...] – Sportliche Kleinwagen [...]

  2. Klassiker Autos als Replikas immer noch käuflich! | Auto Tipps Says:

    [...] – Sportliche Kleinwagen [...]

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