Es war, als sei Deutschland aus seinem Winterschlaf erwacht. Die Straßen wieder voller Menschen, die Blumen zeigen erste Knospen – verliebte Paare schlendern in der Fußgängerzone. Was 10°C und ein paar Sonnenstrahlen für einen Unterschied machen können! Auch die Schönwetter-Biker kamen aus ihrem Versteck und die ersten Cabriofahrer machten entweder nach dem langen Winter das Dach auf, oder holten ihr Schätzchen nach der wohlverdienten Erholungspause wieder aus der Garage. Welches Fortbewegungsmittel (abgesehen natürlich von einem schönen Motorrad) passt denn bitte besser zum Sommerbeginn (na gut, heute sieht es düster aus, wegen der Island-Wolke? Wer weiß…) als ein sportliches, kraftvolles Cabrio.
Jeder Autobesitzer kennt das, egal ob er einen 21 Jahre alten Nissan fährt (R.I.P.) oder einen neuen Porsche Cayenne – Den Termin in der Autowerkstatt. Mal ist der Zahnriemen fällig, manchmal sogar ein Zylinderkopf oder der Auspuff. Oder das Auto muss einfach zum Ölwechsel oder zur großen Inspektion. Egal welches Problem besteht – Man fühlt sich wie bei einem Arzt. Es funktioniert mal ein Teil nicht? Der wird es schon richten! Doch jeder weiß dass Arzt nicht Arzt ist und auch Autowerkstätten große Qualitätsschwankungen untereinander aufweisen. Schließlich schickt man seine Kinder auch nicht zu einem als Mezger verschrienen Doktor, sondern eher zu der fürsorglichen Kinderärztin über dem Eckcafé. Aber wie findet man eine gute Werkstatt?
Ab und an habe ich Angst. Nicht vorm Buhmann oder schlechten Noten, vorm dritten Weltkrieg oder meiner Nachbarin. Eigentlich auch nicht davor dass der Treibstoff der Erde – das Öl – baldigst zu versiegen hat. Eigentlich habe ich Angst davor, dass wenn ich es mir leisten könnte, die meisten automobilen und auch zweirädrigen Schätze von den Straßen und Märkten verschwunden sein werden. Niemals werde ich mal eine Ducati Königswelle einfach fahren und kaufen können, genauso wenig wie einen gut erhaltenen BMW 650 Csi. Denn wenn die finanziellen Mittel vielleicht mal da sind, werden die Teile schon im Museum stehen oder ein Semmel hat sie gegen eine Wand gefahren. Davor habe ich Angst, manchmal schlafe ich schlecht.
So ein bisschen Heimat muss sein. Wer das erste Mal in eine komplett fremde Stadt ohne Freunde und weit weg von zu hause gezogen ist, weiß das. Heimat nimmt man sich dann mit, sei es durch seine Sprache, sein Aussehen, geklaute haltbare Lebensmittel aus den Schränken der Eltern ;) oder auch Inventar, das man sich ja auch erst mal leihen kann (=niemals selbst kaufen würde).
Man kann aber auch sein Kennzeichen am Auto oder Motorrad mitnehmen, insofern man sich nicht mit seinem Hauptwohnsitz neu meldet. Ich bin so ein kindischer Kandidat. Mein Kennzeichen am Motorrad war ein Wunschkennzeichen und ich finde es einfach cool. Allerdings trägt es die Kürzel für den Kreis Heidelberg, und nun sollte eigentlich eher ein dickes “B” dort prangen. Seit 3 Jahren eigentlich schon. Deswegen habe ich hier keinen Hauptwohnsitz gemeldet, deswegen konnte ich hier keinen Reisepass beantragen, sondern bin – wie es die Dame im Bürgerbüro so freundlich ausgedrückt hat – “ja och keen echter Neuköllner wissense?”.
Args, es ist wieder soweit – Die Telefone stehen nicht mehr still. Jeder der ein Auto hat und irgendwann einmal vor Jahrzehnten bei einer fremden Versicherung für einen Tarif angefragt hat, wird gerade mit Informationen überschüttet. Das steht jedes Jahr gegen November so fest wie die Bundestagswahl.. ehm.. naja.
Komischerweise hält die aktuelle Versicherung schön den Rand und will den Kunden weder durch eine Rechnung, noch eine Beitragserhöhung oder Sonstiges aufschrecken beziehungsweise verärgern und damit nach einem neuen Vertrag suchen lassen. Die meisten Kunden sind aber wie ich. Einmal die Angebote verglichen ist es ihnen piepegal ob die KFZ Versicherung auf das Jahr gesehen 4,99€ teurer als der Onlineanbieter ist, der einem gerade zum dritten Mal eine Infomail geschickt hat. Auch gegen Anrufe sind solche Leute resistent (woher haben die eigentlich meine Nummer?), Briefe verschickt ja glücklicherweise niemand mehr. Wieso man vielleicht nicht immer so sein sollte, zeigt dieser wie ich finde gute WISO-Tipp:
Seit dem 1.03.2007 können Städte und Kommunen zur Verbesserung der Luft- und Lebensqualität Umweltzonen errichten, die bestimmte Kraftfahrzeuge ausschließen. Zuerst haben sich in den Großstädten die Unternehmer mit Kleinlastern geregt, da diese meist ältere Dieselmotoren ohne Russpartikelfilter nutzen. Doch bislang gab es eine Schonfrist. Diese Frist ist nun bald in einigen Städten schon vorüber – rund 1,5 Jahre früher als geplant.
Ab 1.1.2010 dürfen auch keine Autos gelber Plakette mehr in die Umweltzonen von Berlin und Hamburg einfahren, in den beiden Großstädten bedarf es scheinbar größeren Maßnahmen um den EU-Vorgaben bezüglich Feinstaubbelastung zu genügen. (weiterlesen…)
Am Anfang stand der Landwind. Ein Klotz von Auto, cw-Werte wie ein Wandschrank, Technik wie aus der Steinzeit und ein Chassis wie eine Todesfalle. Zumindest im Falle eines Crashs, denn hier konnte der Hoffnungsträger der chinesischen Marke Brilliance nicht punkten. Er fiel glatt durch und konnte erst durch diverse Veränderungen die Mindestanforderungen des deutschen / der europäischen Märkte erfüllen. Aber war da nicht noch ein Prozess BMW gegen Brilliance? Der Geländewagen aus Fernost, übrigens ohne ABS und ESP mit einem Verbrauch von ca. 12L/100 km bei bescheidener Leistung, erinnerte stark an den BMW X5.
Aus dem peinlichen Crashtest, bei dem die ADAC-Tester ihre Dummies das erste Mal in der 20-jährigen Testhistorie in Einzelteilen aus dem Wrack ziehen mussten, hat der chinesische Hersteller aber gelernt und versucht den Imageverlust durch eine Mittelklasselimousine und Oberklasselimousine zu lindern, den BS4 und BS6. Beide schnitten zunächst wieder katastrophal ab, bevor nachgebessert wurde und die Modelle nun immerhin 3 Sterne beim ADAC Crashtest erfüllen. (weiterlesen…)
Komisch, irgendwie kommt es mir so vor als hätte es in diesem Jahr überhaupt keine Übergangszeit bei den Jahreszeiten gegeben, als hätte sich der Sommer ohne langsamen Wechsel sofort in den Winter verwandelt. Plötzlich braucht man wieder Handschuhe, warme Sachen, und freut sich ganz besonders wenn die Heizung im Auto auch wirklich funktioniert! Im Sommer vergisst man eben genannte gerne mal. Aber es gibt noch andere Dinge – wenn sie besonders witzig oder ausgefallen sind neudeutsch “Gadgets” genannt – die man im Winter nach einmaliger Benutzung nicht mehr missen möchte. (weiterlesen…)
Die IAA ist und bleibt eine der größten und wichtigsten Automobilmessen der Welt. Wenn hier plötzlich 30% weniger Aussteller kommen, 15% weniger Fläche belegt wird und deutlich weniger Besucher die Tore stürmen, darf man das ruhig als Trendbarometer der Automobilbranche werten. Unsicherheit, finanzielle Einbrüche, die auslaufende Abwrackprämie und die Zeit danach beschäftigen im Moment nicht nur die Automobilhersteller. Davon abgesehen ob ein Fernbleiben von solchen PR trächtigen Veranstaltungen die richtige Politik ist, finde ich es besonders schade dass Nissan keinen Stand unterhält wo man sich den Nissan GTR mal genauer anschauen könnte. (weiterlesen…)
Man möchte meinen, die allgegenwärtig beschworene Wirtschaftskrise würde die gesamte Automobilbranche umkrempeln. Kleinere Autos, kleinere Motoren, selbst wer nicht direkt vom wirtschaftlichen Abschwung betroffen ist macht derzeit eine ernste Miene. Und würde sich niemals ein teures und womöglich auch noch luxuriöses und unnötiges Auto kaufen. Wirklich nicht? Und bauen alle Hersteller nur noch Vierzylinder die mit Start/Stopp-Automatik im Schnitt weniger als 5 Liter Sprit benötigen?
Tatsächlich hat sich im Automobilbau durch die neuen wirtschaftlichen Herausforderungen einiges gewandelt, und ich möchte behaupten hauptsächlich zum Guten. Die Hersteller kämpfen (angeblich) ums Überleben, technischer Fortschritt wird als Alleinstellungsmerkmal genauso wie kleinere Preise und Volumenmodelle wieder groß geschrieben. Lange ist hier nichts passiert, immer wieder eine legere Preissteigerung mit ein paar Facelifts.