Sportwagenfans in meinem Alter wurden langsam unruhig. Wir sind alt genug um den ernsthaften Traum zu hegen, auch mal einen Nissan GT-R oder einen Aston Martin fahren zu wollen. Allerdings sind wir (zumindest zum Großteil) noch zu mittellos, um diesen Traum in den nächsten Jahren verwirklichen zu können ;-) Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt geht noch nicht viel. Wieso aber unruhig? Die Preise für Benzin steigen, die Umweltauflagen werden strenger und wer weiß schon, was so in 15 Jahren sein wird!? Nun können wir aufatmen. Warum? Weil uns gezeigt wird, dass auch Sportwagen den Sprung in die hybride Sparzukunft schaffen werden. Hier ein paar Kandidaten…
Wie sieht die automobile Zukunft aus? Wie lange werden fossile Brennstoffe noch bezahlbar, beziehungsweise erhältlich sein? Beide Fragen sind nicht genau zu beantworten, es gibt einige Diskussionen darüber. Jedenfalls beschäftigt auch die Autohersteller seit geraumer Zeit, wie man seine Modellpalette in Zukunft ausrichtet und welche Konzepte wohl auch in den nächsten Jahrzehnten noch Bestand haben werden. Viele sind der Meinung, dass Otto- und Dieselmotoren schon bald ausgedient haben und wir und lautlos fortbewegen werden – in Elektroautos. Die gibt es schon heute zu kaufen…
Zuerst war der Prius. So könnte man in ein paar Jahrzehnten auf die dann wahrscheinlich schon etablierte Elektro- und Brennstoffzellen Autokultur heute zurückblicken. Diese Narren hatten doch damals tatsächlich noch die Vision, den Ottomotor durch das neue Jahrtausend retten zu können. Selbst sprotzende Dieselmotoren und riesige SUV wollten sie noch bauen – und das trotz damals recht moderner Erkenntnisse. Wie kann so etwas sein?
Die Worte “Öko” und “Umwelt- und Ressourcenschonend” hören sich eher nach Birkenstock, Prius und schwammigen Forderungen aus Pressemitteilungen irgendeines Ministeriums an. Schon seit einiger Zeit kursieren Gutachten über die Verfügbarkeit von fossilen Ressourcen, die das Horrorszenario der Verknappung malen. Genauso gibt es rosarote Gegendarstellungen. Nichtsdestotrotz hält die Autoindustrie, als auch die Kunden, regelmäßig den Atem an und besinnt sich darauf verantwortungsvoller mit der Umwelt umzugehen.
Elektroautos haben sich in meinem Kopf noch nicht als vollwertige Fortbewegungsmittel etabliert. Bei den Motorrädern gibt es zwar schon serienreife Roller und vor allem Crossbikes, aber den Reichweitennachteil will noch niemand so richtig schlucken. Bei den Autos ist es dasselbe, nur in größerem Ausmaß – Ein Auto muss einen zumindest theoretisch weit bringen können und lange halten, ansonsten wird es schwer für ein Modell auf breiter Basis Fuß zu fassen.
Übliche Sportwagen erkennt man meist schon von weitem. Entweder an den flackernden Scheinwerfern im Rückspiegel, die von Fahrbahnunebenheiten gemischt mit aggressiver Beschleunigung und einem dementsprechend schweren Gasfuß des Fahrers zeugen. Das begehrte V8-Dröhnen, V12-Röhren oder Sechszylinderboxen könnte allerdings bald vergessen sein. Nicht weil ich mich der Spekulation über Erdölreserven und –preise anschließen möchte und behaupte dass individuelle Fortbewegung bald nur noch auf alternative Antriebe hinausläuft. Sondern weil man das selber möchte. Angesichts eines Mercedes AMG SLS E oder eines Tesla Roadsters.