Der Schock sitzt tief. Wer schon einmal einen Unfall hatte, kennt das Gefühl. Man ist erst einmal unfähig irgendetwas zu sagen, zu tun oder zu unternehmen – bis dann das übliche Prozedere beginnt mit Polizei, Versicherung und so weiter – wenn denn nichts Schlimmeres passiert ist. Irgendwann nach dem Unfall fängt man an sich zu fragen, wie es dazu kommen konnte. Welchen Fehler hat man gemacht oder der Unfallgegner, war etwas am Auto defekt? Genau diese Überlegungen hatte ich aber schon ca. 15 Sekunden nach meinem ersten Crash, kurz nach meinem 18. Geburtstag. Ein schöner Tag, dumm nur dass er im Winter liegt! Dumm, dass das Auto welches ich mir ausgeliehen hatte mit Sommerreifen ausgestattet war – und ich das nicht wusste.
Man redet oft sehr schadenfroh über den sogenannten Idiotentest, aber zumindest wenn ich an die Leute denke die eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) absolvieren mussten und mir persönlich bekannt sind, stimmt dieser landläufige Name oft ;) Man kann einfach nicht abstreiten dass einiges schiefgelaufen sein muss, wenn man zum MPU Test gerufen wird. Berüchtigt sind die Durchfallquoten, und genau daraus wird ein lukratives Geschäft: Unternehmen bieten teure Crashkurse mit oder ohne “Bestehensgarantie” an und die zu Recht Verzweifelten Anwärter sehen darin die letzte Hoffnung.
An manchen Dingen spart man gerne mal, bei manchen Dingen ist das auch gar nicht schlimm. Nimmst du jetzt einen 3 Cent Dübel um den Spiegel aufzuhängen, oder einen der deren 20 kostet – Ich glaube das ist dem Spiegel wie auch der Tragfähigkeit egal. Dann gibt es Dinge, bei denen falsche Sparsamkeit ärgerlich ist. Zum Beispiel Werkzeug – Man, kann man sich da im Nachhinein über ein billiges Gewindeschneiderset aufregen. Denn dann wird es oft teurer als gedacht. Und die dritte Kategorie – Ihr ahnt es – ist, wenn man an Sicherheit spart und so eigenes Leben und Gesundheit oder eben anderer in Gefahr bringt.
Die beste Straße, der krasseste Wagen, der stärkste Motor bringen einem überhaupt nichts, wenn… Der Fahrer nichts drauf hat. Sowieso kommt es auch auf der Rennstrecke nicht auf den Wagen, sondern auf den Fahrer an. Aber ist das wirklich so? Diese Sprüche hört man allerorts an Stammtischen und auf Rennstreckentribünen, aber so ganz stimmt das auch nicht. Denn selbst der beste Fahrer, die sicherste Fahrerin vermögen nichts an dem Fakt ändern zu können, dass die Motorkraft oder auch die Kontrolle über die Richtung nur über die Reifen auf den Asphalt (oder Dreck) gebracht werden können.
Es war, als sei Deutschland aus seinem Winterschlaf erwacht. Die Straßen wieder voller Menschen, die Blumen zeigen erste Knospen – verliebte Paare schlendern in der Fußgängerzone. Was 10°C und ein paar Sonnenstrahlen für einen Unterschied machen können! Auch die Schönwetter-Biker kamen aus ihrem Versteck und die ersten Cabriofahrer machten entweder nach dem langen Winter das Dach auf, oder holten ihr Schätzchen nach der wohlverdienten Erholungspause wieder aus der Garage. Welches Fortbewegungsmittel (abgesehen natürlich von einem schönen Motorrad) passt denn bitte besser zum Sommerbeginn (na gut, heute sieht es düster aus, wegen der Island-Wolke? Wer weiß…) als ein sportliches, kraftvolles Cabrio.
Jeder Autobesitzer kennt das, egal ob er einen 21 Jahre alten Nissan fährt (R.I.P.) oder einen neuen Porsche Cayenne – Den Termin in der Autowerkstatt. Mal ist der Zahnriemen fällig, manchmal sogar ein Zylinderkopf oder der Auspuff. Oder das Auto muss einfach zum Ölwechsel oder zur großen Inspektion. Egal welches Problem besteht – Man fühlt sich wie bei einem Arzt. Es funktioniert mal ein Teil nicht? Der wird es schon richten! Doch jeder weiß dass Arzt nicht Arzt ist und auch Autowerkstätten große Qualitätsschwankungen untereinander aufweisen. Schließlich schickt man seine Kinder auch nicht zu einem als Mezger verschrienen Doktor, sondern eher zu der fürsorglichen Kinderärztin über dem Eckcafé. Aber wie findet man eine gute Werkstatt?
Tadaa, schon ist es wieder soweit. Kaum hat man die Winterpanik mit Winterreifen, Schneeketten, Frostschutzmittel und Eiskratzer überlebt, ist auch schon wieder Schluss. Immer öfter findet die Sonne zu uns, zum Glück :) Werden wohl auch die Cabrio- und vor allem Motorradfahrer unter uns sagen… Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf den Sommer!
Beim Motorrad ist das kein Thema, aber beim Auto muss dann auch bald wieder umgerüstet werden. Wovon? Na kommt schon. Die Winterschlappen müssen bald weg, und ran die Sommerkleber! (weiterlesen …)